6 Rollen einer Führungskraft

Weil Führen an sich schon Arbeit genug ist

Als Führungskraft bist du täglich in einem Spannungsfeld verschiedener Rollen gefordert. In diesem Beitrag sprechen wir 6 Rollen einer Führungskraft an. Je mehr du sie nicht nur kennst, sondern auch „kannst“, umso entspannter wird für dich das Thema „gute Führung“.

Denn damit bekommst du immer zufriedenere Mitarbeiter. Und die sorgen dann nicht nur für bessere Ergebnisse deines Teams, sondern deine guten Mitarbeiter werden dann gerne auch langfristig in deinem Team bleiben. In Zeiten wachsenden Fachkräftemangels wird dieser Aspekt von Führung für dich wichtiger denn je.

Hör auf zu arbeiten und fang‘ an zu führen. Dann wirst du merken, dass Führen allein schon eine Menge Arbeit macht.

Die 6 Rollen einer Führungskraft ein einzelnen

Vorgesetzter

online-coaching Torhaus-Kotelow, 6 Rollen einer Führungskraft

Foto: rawpixel @unsplash

Die erste und wichtigste der 6 Rollen einer Führungskraft ist die des Vorgesetzten. Als Vorgesetzter leitest du deine Mitarbeiter. Du bist verantwortlich für deren Arbeitsergebnisse und Leistungen in ihrem Bereich.

Du vereinbarst Ziele und verteilst Aufgaben. Außerdem gehört in deine Verantwortung die Kontrolle über die geleistete Arbeit. Falls erforderlich ergreifst du disziplinarische Maßnahmen.

Als Vorgesetzter stellst du außerdem die Kommunikation mit den Mitarbeitern sicher. Du informierst dabei dein Team über alle wichtigen Dinge. Deine Kommunikation ist dabei klar und eindeutig.

Fachmann

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In der Rolle des Fachmanns oder Experten bringst du dein Fachwissen und deine Fachkompetenz ein, etwa zur Problemlösung und zur Verbesserung von Abläufen. Du sorgst für Effizienz und Effektivität. Durch deine Erfahrung vermittelst du Sicherheit und Routine.

Als Fachmann stellst du also Dein Wissen und deine Erfahrung deinen Mitarbeitern zur Verfügung. Dabei ist der Knackpunkt: es geht hier vor allem darum, deinen Mitarbeitern ein selbstständiges und kompetentes Arbeiten zu ermöglichen.

Besonders Führungs-Neulinge übersehen diesen Punkt immer wieder mal. Deshalb an dieser Stelle noch einmal der Hinweis zur ersten Rolle: als Führungskraft ist es deine Aufgabe zu FÜHREN. Es geht für dich keinesfalls darum, alles selbst zu machen. Auch – und gerade – wenn du dich selber als absoluter Experte verstehst.

Deine erste und wichtigste Aufgabe als Führungskraft ist es, selbstständiges und kompetentes Arbeiten deiner Mitarbeiter zu ermöglichen – und eben nicht alles selbst zu machen.

Unternehmer

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Die dritte der 6 Rollen einer Führungskraft ist die des Unternehmers. Sie wird von Führungskräften häufig vernachlässigt, vor allen Dingen von Teamleitern. Du hast das gute Funktionieren deines Teams im Auge, na klar! Oftmals nicht im Blick hast du hingegen, dass es Entscheidungen geben kann, die dem Teaminteresse entgegenstehen, aber für den Unternehmenserfolg dennoch notwendig sind.

Nehmen wir einmal an, du hast ein gut funktionierendes Team. In einem anderen Team fallen aber gleichzeitig zwei gute Mitarbeiter aus. Dadurch entsteht in diesem Team eine große Lücke. Dein eigener Vorgesetzter schlägt dir nun vor, einen deiner besten Mitarbeiter an das „angeschlagene“ Team auszuleihen. In der Rolle des Unternehmers stehst du jetzt vor der Aufgabe, die Entscheidung mitzutragen und eben die Organisation insgesamt im Auge zu haben.

Dein Team wird für diese Entscheidung möglicherweise zunächst nur wenig Verständnis haben. Hier ist dann deine Kompetenz gefragt, auch einmal ohne Anerkennung auszukommen und zumindest das Gefühl auszuhalten, in deinem eigenen Team zuerst einmal ganz alleine da zu stehen. Allerdings gehört auch das zum Führen dazu.

Mitarbeiter

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In der Rolle des Mitarbeiters befindest du dich in einer gänzlich anderen Situation. Wenn du nicht Inhaber eines Unternehmens bist, hast du in der Regel selber Vorgesetzte, von denen du geführt wirst. Du befindest dich also in der „Sandwichposition“.

Als Mitarbeiter hast du die mit deiner eigenen Führungskraft vereinbarten Ziele zu erfüllen. Dabei erledigst du deine Aufgaben termingerecht und hältst dich an die fachlichen und rechtlichen Vorgaben aus deinem Arbeitsvertrag und deiner Stellenbeschreibung.

Kurz gesagt: in der Rolle des Mitarbeiters unterstützt du deine eigene Führungskraft, die Ziele der gesamten Organisation zu erreichen.

 


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Coach

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Kommen wir zu der Rolle des Coachs. Als Coach richtest du den Fokus auf die individuelle Entwicklung deiner Mitarbeiter. Hierbei geht es darum, deine Mitarbeiter zu begleiten, damit diese innerhalb festgesetzter Rahmenbedingungen ihre Ziele erreichen.

Als Coach setzt du – im Idealfall – die Fähigkeiten deiner Mitarbeiter frei. So können diese ihre eigene Leistung selbst steuernd steigern. Dabei motivierst du zu Eigenverantwortung und zu Veränderung in Verhalten und Kompetenz. In deiner Rolle als Coach förderst und forderst du, berätst und reflektierst du. Und ganz wichtig: du gibst Feedback!

Moderator

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Fopto: rawpixel @unsplash

In der Rolle des Moderators begleitest du dein Team, das heißt, du förderst das Teamerleben und die Identifikation der einzelnen Mitarbeiter mit dem Team. Du hilfst deinen Mitarbeitern bei der Problemlösung und bei der Ideenfindung. Dabei bleibst du – soweit es möglich ist – überparteilich, bevorzugst also niemanden.

Außerdem benutzt du Kommunikationsmethoden und -techniken, etwa zur Moderation und zur Förderung der Teamentwicklung und du ermöglichst Beteiligung aller Teammitglieder. Du vermittelst bei Kommunikationsstörungen und managst Konflikte.

Kurz im Detail:

Führungs-Neulinge

Als Neulinge in einer Führungsposition tun sich Führungskräfte mit der Rolle als Vorgesetzter manchmal noch schwer. Noch schwieriger könnte diese Rolle für dich sein, wenn du sogar aus dem Team kommst, das du jetzt leitest.

Besonders in diesen Fällen gilt: mach dir stets bewusst, was von dir als Vorgesetzter erwartet wird – und handele entsprechend. Sonst ist die Gefahr groß, dass du weiterhin in der Rolle des Fachmanns oder Experten wahrgenommen wirst und entsprechend agierst.

Klagen über Zeitmangel für Führung

Als Coachs hören wir von Führungskräften immer wieder die Klage über starke Belastung durch Zeitmangel. In diesem Fall – das wissen wir aus Erfahrung – lohnt es sich, die Rolle als Fachmann einmal genauer anzusehen.

Nicht selten werden Führungskräfte nur in dieser Rolle von ihren Mitarbeitern angesprochen. Da die Führungskraft sich am Anfang ihrer Tätigkeit in der Rolle des Fachmanns am sichersten fühlt, werden solche Anfragen von Mitarbeitern auch gerne beantwortet. Das aber führt wiederum dazu, dass Mitarbeiter sich schnell daran gewöhnen – und eben nicht daran, immer mehr eigenständig und lösungsorientiert zu handeln.

Unser Fazit

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Foto: adria-crehuet @unsplash

Wenn du aufhörst zu arbeiten und anfängst zu führen, wirst du ziemlich schnell spüren, dass Führen allein schon eine Menge Arbeit macht. Die für gute Führung nötige Zeit ist allerdings in den meisten Führungspositionen nicht eingeplant. Nimm dir diese Zeit trotzdem!

Auch wenn viele Führungskräfte es noch nicht so interpretieren: Führen ist schließlich eine DIENSTLEISTUNG.

Veranschauliche dir –  und das gilt ganz besonders zu Beginn deiner Führungstätigkeit – immer wieder diese 6 Rollen einer Führungskraft. Je mehr du sie nicht nur ALLE kennst,  sondern auch gezielt einnehmen kannst, umso sicherer wirst du dich als Führungskraft mit deinen verschiedenen Führungsrollen täglich fühlen.

Je mehr deine Mitarbeiter das spüren, umso bereitwilliger werden sie dir künftig auch folgen.

Quelle: Die sechs Rollen einer Führungskraft im Detail, videobrain.com

Wir freuen uns sehr über Feedback, deine eigenen Führungs-Erfahrungen und weitere hilfreiche Tipps in einem Kommentar.

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