Natürlich führen: Kannst du dir Vertrauen leisten?

Setzt du als natürliche Führungspersönlichkeit auf Vertrauen?

online-Coaching Torhaus Kotelow, VertrauenVertrauen sei gut – behaupten jedenfalls die meisten. Auch Führungspersönlichkeiten. Nicht wenige ergänzen dabei im Stillen: Kontrolle ist besser. Viele Führungskräfte setzen auf Kontrolle. In Zeiten fortschreitender Digitalisierung der Arbeitsprozesse ja oft genug ein „Kinderspiel“, Arbeitsrecht hin – Optimierung oder „Objektivierung der Arbeitsergebnisse“ her. Fakt ist: niemand fühlt sich gern kontrolliert. Sich permanent kontrolliert zu fühlen schränkt zumindest die subjektive Leistungsfähigkeit von Mitarbeitern ein. Und wer kontrolliert, steht schnell im Verdacht, seinen Mitarbeitern nicht zu vertrauen. Doch kannst du dir als natürliche Führungspersönlichkeit Vertrauen überhaupt „leisten“?

Vertrauen – eine Entscheidung?

online-Coaching Torhaus Kotelow, VertrauenVertrauen am Arbeitsplatz ist nicht einfach da. Aber Vertrauen kann entstehen. Vertrauen in dich als Führungskraft entsteht umso leichter, je klarer für deine Mitarbeiter zwei Bedingungen erfahrbar sind: a) ich sage, was ich tue – und b) ich tue, was ich sage. Klingt simpel, ist aber elementar. Die beiden Aussagen bedingen einander gegenseitig. Die Erfahrung nur der einen ohne die Erfahrung der anderen bringt dich nicht weiter. Und ebenso wenig deine Mitarbeiter, auch nicht das Arbeitsklima, nicht die Zusammenarbeit und schon gar nicht eure Projekte.

Wenn du sagst was du tust, bist du schon zwar weiter als viele deiner Führungskräfte-Kollegen, die sich oft genug nur ungern „in die Karten schauen“ lassen. Doch wenn du dem, was du sagst, keine entsprechenden „Taten“ folgen lässt, hast du bei deinem Mitarbeitern „verspielt“. Wenn sie nicht spüren, dass sie dir vertrauen können, wird es schwer für dich werden, sie angemessen, individuell und ihren Fähigkeiten entsprechend zu sie selber motivierenden Ergebnissen zu führen.

Du kannst also eine für alle wichtige Entscheidung treffen: ich sage, was ich tue und ich tue was ich sage. Damit wirst du für deine Mitarbeiter vielleicht auch „berechenbar“. Auf jeden Fall aber schaffst du die elementare Basis für Vertrauen in dich. Und in deine Führungspersönlichkeit.

Vertrauen – eine Frage von Klugheit?

online-Coaching Torhaus Kotelow, VertrauenDiese überraschende Frage könnten die Ergebnisse einer amerikanischen Studie nahe legen. Carl Noah, ein Wissenschaftler der Universität Oxford analysierte Daten des General Social Survey, einer soziologischen Langzeitstudie in amerikanischen Haushalten. Dabei werden seit 1972 regelmäßig Daten über das soziale Verhalten der Menschen erhoben und fortgeschrieben. Dazu gehören auch Daten zum Grad der Intelligenz der befragten Menschen.

Im Ergebnis stellte Noah fest, dass Menschen umso eher anderen vertrauten, je intelligenter sie selber waren. Je ausgewogener dabei das Verhältnis von Vertrauensfreudigkeit einerseits und analytischem Verhalten andererseits war, umso ausgeprägter kamen sie zur Fahigkeit „kluges Vertrauen“. Vertrauensfreudigkeit allein ohne zugleich auch analytisches Denken einwirken zu lassen, führt lediglich zu „blindem Vertrauen“. Je mehr Menschen dagegen nur ein „analytisches“ Verhalten einfließen ließen und zugleich nur eine geringe Vertrauenfreudigkeit einbrachten, umso misstrauscher waren sie.

„Kluges Vertrauen“ ist also eine gute proportionale Mischung aus analytischer Fähigkeit und Vertrauenfreudigkeit. Je mehr von beiden zusammenkommt, umso „klügeres Vertrauen“ leben diese Menschen.

Vertrauen in deiner Partnerschaft

online-Coaching Torhaus Kotelow, VertrauenFür deine Partnerschaft gelten übrigens die gleichen Regeln: wenn du das Gefühl hast, deine Partnerin oder dein Partner hat nicht das Vertrauen in dich, das du dir von ihm oder ihr wünschst, brauchst du nicht darum zu „feilschen“. Frage dich lieber, was du selber dafür tust – oder eben nicht. Sagst du, was du tust und tust du, was du sagst? Je klarer du beides bejahst, umso vertrauensvoller wird euer Miteinander sein. Und wenn du dort nachbesserst, wo du bei der Antwort auf diese Frage noch ein wenig zögerst, umso leichter wird euer Miteinander von klugem Vertrauen geprägt sein.

Wenn  das Thema Vertrauen für dich ein „Thema“ als Führungspersönlichkeit oder in deiner Beziehung ist, finden wir gern mit dir gemeinsam erste Lösungsansätze, die dir weiterhelfen.

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2 comments to “Natürlich führen: Kannst du dir Vertrauen leisten?”
  1. Lieber Winfried,
    interessantes Thema, das mich gleich angelockt hat zum Lesen. 🙂 Das „kluge Vertrauen“ find ich richtig klasse und sehr interessant. Gleichzeitig hab mich gefragt (vielleicht zu banal ;-)): Was hab ich eigentlich davon, mit Vertrauen zu führen? Warum sollte ich das überhaupt tun? Siehst du da noch mehr Gründe als die erwähnten? Da würden mich deine Gedanken interessieren. Liebe Grüsse

    • Liebe Friederike,
      herzlichen Dank für deine Gedanken und Anregungen. Deine Fragen finde ich klasse!
      Anstelle einer konkreten be- und einschränkenden Antwort möchte ich gern zu einer Frage überleiten, die bereits betroffene Führungspersönlichkeiten oder Menschen mit einem schon bestehenden Bewusstsein fürs Thema abholt: was hättest du davon, OHNE Vertrauen weiter führen zu wollen?
      Die Gründe, künftig „MIT“ führen zu wollen, sind dann vielfältig und vor allem individuell. Jeder einzelne davon ein triftiger – und echt wertvoller – Ausgangspunkt für ein persönliches Entwicklungscoaching. Natürlich, gern auch bei uns. 😉
      Liebe Grüße
      Winfried

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