„Keine Kompromisse“ – … wirklich ?!?

„Keine Kompromisse!“

eBlog online-Coaching Torhaus Kotelow, Telefoncoaching, Einzelcoaching, Gruppencoaching, Daumen hoch - Daumen runtermpfiehlt ein Werbe-Slogan, erinnerst du dich noch? Selbst Episoden von Fernsehserien tragen diesen Titel. Und bestimmt scandiert dir dein Unbewusstes auch gleich noch dieses Zitat von Robert Bosch: „Es allen Menschen recht getan ist ein Kunst, die niemand kann“?

„Mach dein Ding!“ ergänzt du rasch im Hinterkopf und: „scher‘ dich nicht um andere!“ komplettiert den Reigen. Ja, was denn nun: ist angesagt, künftig kompromisslos durchs Leben zu pflügen? Als echte Überlebensstrategie in einer sich ausbreitenden Ellbogengesellschaft?

Wir wagen den Widerspruch. Und zugleich möchte dieser Artikel deinen Blickwinkel auf das Thema Kompromiss ein wenig öffnen. Vielleicht hilft er dir ja zu einer veränderten Sichtweise? Für deinen gelungenen Alltag. Oder eine gelingendere Beziehung zu dir selbst. Oder für zufriedenere Beziehungen mit anderen.

Das (Über-)Lebensnotwendige

KBlog online-Coaching Torhaus Kotelow, Telefoncoaching, Einzelcoaching, Gruppencoaching, Lunge, Einatmen - Ausatmenompromisse sind lebens-notwendig. Sie sichern dein Überleben in einer polar ausgerichteten Welt. Du machst ständig Kompromisse. Meist ist es dir gar nicht bewusst. Oder hattest du daran gedacht, dass du ohne Kompromisse den heutigen Tag gar nicht erst erlebt hättest?

Kompromisse sind so notwendig wie die Luft zum Atmen. Buchstäblich. Dabei ist der Vergleich so unmittelbar und treffend wir nur was: gerade beim Atmen wird deutlich, wie zwei Grundbedürfnisse des menschlichen Organismus miteineinader einen überlebenswichtigen Kompromiss eingehen.

Das elementare Bedürfnis von frischem Sauerstoff zum Überleben konkurriert mit dem ebenso elementaren Bedürfnis nach Abtransport der verbrauchten Luft. Das eine käme ohne das andere nicht aus. Und doch geht beides nicht zeitgleich. Du bist also schon in deiner Grundstruktur auf Kompromissfähigkeit gepolt.

Das Selbstverständliche

Kompromisse sind so selbstverständlich wie das Atmen. Auch das wird nochmal am Beispiel des Atmens deutlich. Meist denkst du gar nicht darüber nach – und doch funktioniert es von selbst. Und wenn der Köper mehr Sauerstoff braucht, denkst du auch dann nicht darüber nach, wie du dieses Bedürfnis nach mehr Frischluft und dem Abtransport verbrauchter Luft regeln solltest. Dieser Kompromiss des Wechselspiels von Einatmen und Ausatmen funktioniert nicht nur selbstverständlich, sondern auch flexibel. Je nachdem, wie hoch das jeweilige Bedürfnis ausfällt. Gesteuert vom jeweiligen Ausmaß von Bewegung oder Ruhe.

Kompromisse schließen ist Win-Win

EBlog online-Coaching Torhaus Kotelow, Telefoncoaching, Einzelcoaching, Gruppencoaching, Katze und Hund unterm Schirmin Kompromiss ist aus sich selbst heraus weder etwas Schlechtes noch automatisch etwas Gutes. Je nach Anwendungsbereich z.B. im zwischenmenschlichen Bereich oder in der Politik und selbst interkulturell wird dieser Begriff unterschiedlich genutzt und interpretiert. Ein gemeinsamer Nenner könnte das Finden und Verabreden einer gemeinsam getragenen und eingehaltenen Übereinkunft oder Lösung sein. Und sie sollte auch Veränderungen und Belastungen aushalten.

Wie beim Atmen. Einatmen und Ausatmen. Im Wechselspiel. Oder allgemeiner: es braucht immer dann Kompromisse, wenn zwei oder mehr Seiten unterschiedliche Interessen verfolgen, aber die Beteiligten aus den verschiedensten Gründen eine gemeinsame, günstige oder zukunftsträchtige Lösung für alle Seiten brauchen. Das findet in einer polar ausgerichteten Welt ständig statt. Der eine will das eine, die andere etwas anderes. Wie beim Atmen. Letztlich geht es um die Suche nach einer win-win-Lösung. Oder um win-win-win. Doch wie bekommst du das hin?

Der Konflikt

DBlog online-Coaching Torhaus Kotelow, Telefoncoaching, Einzelcoaching, Gruppencoaching, Erbsenschote rot-grünu willst etwas haben. Oder etwas erreichen. Oder brauchst etwas so dringend wie die Luft zum Atmen. Du traust dich nicht. Oder dir fehlt etwas dazu. Und eine andere Seite (manchmal ist sie auch in dir selber) will noch etwas anderes. Du weißt nicht, was du tun sollst, trittst auf der Stelle. Traust dich erst gar nicht, dich zu entscheiden. Du beginnst zu „kämpfen“, manchmal mit anderen und oft genug auch nur mit dir selbst. Du spürst: das kostet Kraft. Und ebenso: JEDE Lösung hat ihren „Preis“. Welchen bist du bereit zu „bezahlen“?

Die Gretchenfrage

Die Kernfrage dahinter hilft dir vielleicht weiter. Was will oder brauche ich WIRKLICH? Was ist mein ganz konkretes Anliegen? Was will ich erreichen? – Und was will oder braucht die andere Seite? Hier sind wir wieder bei deinen Bedürfnissen. Oder den verschiedenen Bedürfnissen in dir. Das gilt nicht nur auf der biologischen Ebene.

Gemeinsam Lösungen kreieren

JBlog online-Coaching Torhaus Kotelow, Telefoncoaching, Einzelcoaching, Gruppencoaching, Katze und Hund gemeinsam schlafende klarer jede beteiligte Seite nun beschreibt, was sie im Zusammenhang mit einer konkreten Situation wirklich braucht oder was ihr besonderes Anliegen dahinter ist, umso leichter läßt sich ein gemeinsamer „Nenner“ finden. Vorausgesetzt, das echte Anliegen oder Bedürfnis wird auch an die jeweils andere Seite KLAR kommuniziert. Dann können beide Seiten eine gute Lösung kreieren. Vor allem auch dann, wenn sie dabei ebenfalls formulieren, worauf sie verzichten können. Manchmal auch nur zeitweise. Wie beim Atmen …

Wieder das Beispiel vom Atmen: Wenn du einatmest, kannst Du nicht ausatmen. Und umgekehrt. Aber beide Bedürfnisse sind gleich wichtig und kommen gleichwertig zu ihrem Recht. Zuverlässig mit lebenspendender und -erhaltender Wirkung. Nur nicht gleichzeitig. Versuche dir mal vorzustellen, wie das wäre bei: „keine Kompromisse!“ Vermutlich wirst du schon umfallen, bevor du über die Konsequenzen überhaupt so richtig nachdenken kannst.

„Faule“ Kompromisse

„KBlog online-Coaching Torhaus Kotelow, Telefoncoaching, Einzelcoaching, Gruppencoaching, Schiederherz mit Schriftzug "all you need is love"eine Kompromisse“ ist also keine Lösung. Vielleicht sogar eher das „Problem“. Und gute Kompromisse schaffen dann erst die Lösung. Wie beim Atmen. Und gerade das Beispiel vom Atmen zeigt, wie wichtig es ist Kompromisse zu finden, die auch bei Belastung funktionieren. Oder sich verändernden Bedingungen flexibel anpassen. Damit die wirklichen Bedürfnisse jeder Seite befriedet werden. Und wenn ein Kompromiss nicht wirklich die Bedürfnisse der beteiligten Seiten erfüllt, hält er nicht. Schon gar nicht bei Belastung. Das sind dann die buchstäblich faulen Kompromisse. Die kennst du vermutlich ebenfalls zu Genüge aus deinem Leben. Es lohnt die Mühe, wirklich gute Kompromisse zu schliessen. Oder ansonsten die Finger davon zu lassen.

100 Prozent?

Nein, auch das ist nicht wirklich nötig, damit es ein guter Kompromiss wird. 80% sind die neuen 100%. Das Pareto-Prinzip gilt auch hier. Um die benötigten 80% des gewünschten Kompromiss-Ergebnisses zu erreichen benötigst du schließlich 20% deiner Energie. Und für die restlichen 20 Prozent des Ergebnisses meist 80 Prozent deiner Energie. Das ist nicht nur unwirtschaftlich, es würde dich vielleicht dazu verleiten, den Sinn von „Kompromisse schliessen“ aus den Augen zu verlieren. Es geht nicht um 100 Prozent. Aber es geht um gute Kompromisse.

Wie geht es dir mit den Kompromissen in deinem Leben? Fällt es dir leicht? Und welche Erfahrungen hast du mit guten Kompromissen gemacht? Oder mit den „faulen“? Teile mit uns und den Lesern deine Erfahrungen in einem Kommentar. Wir freuen uns auf einen interessanten Austausch.

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Bildnachweis: pixabay.com

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