Ist Coaching die etwas andere Art von Therapie?

Ist Coaching die etwas andere Art von Therapie?

Immer mehr Menschen wissen von Coaching. Um ihre persönliche Entwicklung gezielt voran zu bringen buchen Menschen inzwischen immer öfter ein Coaching. Oder um eine bestehende Hürde in ihrem Leben zu überwinden. Im beruflichen Bereich in einem Business-Coaching, im privaten Bereich im Life-Coaching. Und immer wieder steht dabei diese Frage im Raum. Die entscheidende Antwort kommt gleich glasklar vorweg: nein. Coaching ist keine Therapie und erst recht nicht eine bessere.

Es gibt wirklich ausreichend Abgrenzungen zwischen Coaching und Therapie, auch wenn die Wahrnehmung der Menschen da manchmal etwas ungenau ist. Vielleicht liegt das schon daran, dass über beide Bereiche letztlich zu wenig Kenntnis besteht. Mit diesem Artikel möchten wir zu einer klärenden Abgrenzung beitragen.

Wonline-Coaching Torhaus Kotelow, Telefoncoaching, Einzelcoaching online, Gruppencoaching online, Ist Coaching die etwas andere Art von Therapie, driver-978232_1280Coachinger sich einen Coach sucht, um in seinem beruflichen oder privaten Leben erfreulichere Ergebnisse zu erreichen, ist keineswegs krank. Er/sie ist sich vielmehr der Tatsache bewusst, dass in seinem/ihrem Leben – oder in einem bestimmten Lebensbereich – eine Hürde besteht. Die möchte sie oder er überwinden. Beispielsweise im Lebensbereich Beziehung: wenn sie oder er die Beziehung zum eigenen Partner / zur Partnerin zu verbessern wünscht.

Oder daran arbeiten möchte, die Beziehung zu den Kollegen oder zu Vorgesetzten zu verbessern. Es liegt ja nicht immer nur an den anderen. Oder ganz allgemein mit sich selber mehr im Reinen zu sein, also die Beziehung zu sich selbst auf ein neues Level zu heben. Das wirkt letztlich auf die gesamte Umgebung mit. Und steigert das eigene Lebensgefühl, das Selbstbewusstsein sowie die allgemeine Lebensfreude und Leichtigkeit enorm.

Oder das Leben insgesamt wieder mehr ins „Fließen“ zu bringen. Einmal in Ruhe und mit kompetenter Anleitung eines Coachs Schritt für Schritt auszuloten, welche Ziele ein Mensch wirklich für sein Leben hat. Und Klarheit darüber zu gewinnen, welche von denjenigen, die er/sie derzeit anstrebt oder lebt, eigentlich von anderen Menschen übernommene sind. Also das „Leben der anderen“ zu verlassen und künftig wirklich das eigene und selbst Bestimmte zu leben.

Oder in der Lebensmitte mit der entscheidenden Sinnfrage des Lebens konfrontiert zu sein: wozu mache ich das hier eigentlich alles? Vielleicht ergibt sich die Frage, weil die Stellung gerade gekündigt ist, vielleicht, weil die Kinder schon aus dem Haus sind, vielleicht auch erst, wenn ein neuer Lebensabschnitt wie z.B. die bevorstehenden Rentenzeit anstehen. Dann braucht das Leben eine neue Aufgabe, einen neuen Inhalt, einen neuen Sinn. Auch das sind typische Coachingthemen.

Was noch ist beim Coaching anders?

Die Begegnung „auf Augenhöhe“

Bonline-Coaching Torhaus Kotelow, Telefoncoaching, Einzelcoaching online, Gruppencoaching online, Ist Coaching die etwas andere Art von Therapie, cat-650453_1280Augenhöheei einer Therapie ist der Klient krank. Er wird so zum „Patienten“. Das Wort stammt vom dem lateinischen Verb „pati“ ab, das soviel bedeutet wie: leiden, dulden oder erdulden. Und in aller Regel hat ein Arzt diese Therapie verordnet. Der Therapeut auf der anderen Seite einer solchen Bahandlungssituation ist dabei derjenige, der weiß, was zu tun ist, damit der Patient wieder gesundet. In der Begegnung zwischen Therapeut und Klient gibt es somit ein klares Gefälle. (Und vermutlich auch deshalb werden ärztlich verordnete Therapien meist von den sogenannten Krankenkassen finanziert).

Im Coaching findet die Begegnung zwischen Coach und Coachee (=Klient) dagegen stets „auf Augenhöhe“ statt. Dabei spielt es keine Rolle, ob es ein Präsenzcoaching ist oder eines, das online via Telefon, Skype, Videokonferenz oder ähnlichem geführt wird. Ein Coaching kann einem niemand verordnen. Coaching ist absolut freiwillig. Der Coach weiß zunächst einmal nicht, was für die bestehende Herausforderung der Klientin oder des Klienten die optimale Lösung ist. Ein guter Coach geht allerdings stets davon aus, dass der Klient im Moment einfach erst einmal „nur“ in einer bestimmten Situation feststeckt. Weiterkommen will. Und ebenso, dass der Klient die für sie oder ihn beste Lösung bereits in sich trägt.

Die Aufgabe des Coaching besteht also zunächst darin, diese beste aller Lösungen im Klienten freizulegen. Z.B. über lösungsorientierte Fragen. Oder über geeignete Übungen. Dazu gehören auch Achtsamkeitsübungen, Fantasiereisen und vieles mehr. Alles mit dem Ziel heraus zu finden, wo der Klient gerade steht und wohin die „Reise“ gehen soll.

Und ihn dann darin zu unterstützen, einen individuell-maßgeschneiderten Schritt-für-Schritt-Plan zu entwerfen, um diese ganz individuelle und bestmögliche Lösung zu erreichen. Dabei die persönlichen Ressourcen das Klienten dafür zu aktivieren. Mut zu machen und zu bestärken. Konzepte und/oder Techniken an die Hand zu geben. Und oft genug auch ein Stück dabei zu begleiten, selbst-bestimmt genau diesen Lösungsweg zu beschreiten.

Sitzungsintervalle

Fonline-Coaching Torhaus Kotelow, Telefoncoaching, Einzelcoaching online, Gruppencoaching online, Ist Coaching die etwas andere Art von Therapie, temporal-distance-1138187_1280Sitzungsintervallür ein gelingendes Coaching braucht es im Gegensatz zu einer Therapie grundsätzlich auch keinen festen Sitzungsfahrplan. Eine Therapie dagegen sieht je nach „Krankheitsbild“ ausgerichtet eine bestimmte (Mindest-)Sitzungszahl vor. Demgegenüber kann ein Coaching durchaus auch schon nach einer einzigen fokussierten Sitzung erfolgreich im Sinne des Klienten sein.

Sitzungsanzahl und Abstand der Sitzungen werden also beim Coaching individuell vereinbart. Es kann durchaus hilfreich sein, anlass- oder themenbezogen aus der Erfahrung heraus eine bestimmte Anzahl von Coachingsitzungen schon im Vorhinein zu vereinbaren. Ebenso gibt es auch die Möglichkeit, zu jedem einzelnen Thema erneut eine weitere Sitzung zu buchen, wenn sich ein neues Teil-Thema oder ein anderer Aspekt zeigt. Oder es eine Lösung für eine weitere Herausforderung braucht. Die Entscheidung darüber liegt hier ausschließlich beim Klienten.

Themenwahl

Wonline-Coaching Torhaus Kotelow, Telefoncoaching, Einzelcoaching online, Gruppencoaching online, Ist Coaching die etwas andere Art von Therapie, billboard-63978_1280Themenwahlährend im Krankheitsfall ein Arzt bzw. der Therapeut das Thema der Sitzung bestimmt, wählt im Coaching der Klient grundsätzlich das Thema selber. Letztlich sogar das Thema jeder einzelnen Sitzung. Der Klient entscheidet, welches Thema er als nächstes bearbeiten möchte. Der Coach lässt sich als fachkundiger Begleiter auf die Themen des Klienten ein, unterbreitet Lösungsvorschläge dazu und begleitet sie oder ihn mit seinem Fachwissen und seiner gereiften Persönlichkeit zur selbst gewählten Lösung.

Selbstverantwortung

Bonline-Coaching Torhaus Kotelow, Telefoncoaching, Einzelcoaching online, Gruppencoaching online, Ist Coaching die etwas andere Art von Therapie, man-97975_1280Selbstverantwortungeim Coaching geht es immer wieder darum herauszufinden, welche Lösung für den Coache (Klienten) die passendste ist. Und zwar völlig unabhängig davon, was andere dazu sagen. Es geht dabei stets ganz bewusst und gezielt um die eindeutige Übernahme der Selbstverantwortung für das eigene Leben. Und um die eigene, souveräne Handlungsfähigkeit. Es geht darum, den Coachee zu befähigen, immer mehr das eigene Leben zu leben – nicht das Leben (oder die Erwartungen) von anderen. Das schließt die schonungslose Übernahme der Selbstverantwortung für die persönlichen Ziele und die gelebten Werte mit ein. Und ebenso für das sich daraus ergebende Erleben von Erfüllung und Glück.

Ganzheitlicher Ansatz

Monline-Coaching Torhaus Kotelow, Telefoncoaching, Einzelcoaching online, Gruppencoaching online, Ist Coaching die etwas andere Art von Therapie, symbol-76731_1280GanheitlicherAnsatzanche Coaches spezialisieren sich in der Begleitung ihrer Klienten auf bestimmte Themen oder bestimmten Lebensbereiche. Bei der „klassischen“ Aufteilung zwischen Life-Coaching und Business-Coaching bezieht sich der Business-Bereich auf alle Themen rund um Beruf/ Karriere und Arbeitsplatz. Meist bleibt das Private dabei unberücksichtigt. Das wird dann auf den Bereich des Life-Coachings verlagert.

Idealerweise liegt der Philosophie eines Coaches durchaus ein ganzheitlicher Ansatz zugrunde. Ausgehend von der Idee, dass letztlich alles mit allem verbunden ist, lassen sich ja nicht wirklich alle Themen der beruflichen Ebene von den persönlichen Prägungen und Erfahrungen trennen. Veränderungen im privaten Bereich haben schließlich immer auch Auswirkungen auf die berufliche Ebene. Und umgekehrt.

Erfolgreiches Coaching hat deshalb immer den Menschen als Ganzes im Blick. Einschließlich seiner drei Seins-Ebenen von Körper, Seele und Geist. Auch wenn sich die aktuelle Arbeit zunächst auf einen bestimmten Lebensbereich fokussiert: die Lösungen in diesem Bereich wirken sich anschließend stets auch auf die anderen Lebensbereiche aus. Und auch auf alle Seins-Ebenen. Und führen in ganzheitlichem Ansatz bei der persönlichen Entwicklung auch zu einem ganzheitlichen Ergebnis.

Fazit

Wer sich einen Coach zur Seite nimmt, um wieder bessere Ergebnisse oder mehr Elan und Lebensfreude in sein Leben zu holen, ist keineswegs krank. Im Gegenteil: so jemand ist wohl ziemlich fit (mit einem temporären „Hängerchen“ in irgendeinem Lebensbereich) und obendrein noch mutig, weiß aber zugleich, dass es noch ein entscheidendes „Mehr“ davon gibt. Mehr an Individualität, mehr an Persönlichkeit, mehr an Souveränität, mehr an Selbstbestimmung. Und ein Mehr an Selbstverantwortung für das eigene Leben.

Coaching wird – im Gegensatz zu einer Therapie – niemals „ärztlich“ verordnet. Zumindest in deutschen Landen ist das so. Es ist Ausdruck absoluter Freiwilligkeit einer veränderungsbereiten Persönlichkeit. Kommt für Menschen in Frage, die ihr Leben und ihre persönliche Entwicklung in die eigene Hand nehmen und selbstverantwortet gestalten. Sie legen dabei Wert auf eine vertrauensvolle Begegnung auf Augenhöhe mit ihrem Coach. Sie wählen die zu bearbeitenden Themen ebenso selbstbestimmt wie die Häufigkeit und Intervalle der zu ihren individuellen Lösungen führenden Sitzungen. Und sie schätzen die Unterstützung ihrer persönlichen und individuellen Entwicklung im Rahmen eines ganzheitlichen Ansatzes.

Und wie findet Mann/Frau nun einen guten Coach? Ist da guter Rat „teuer“? In unserem nächsten Blog-Beitrag befassen wir uns mit einigen dafür entscheidenden Auswahlkriterien. Wer sich in den News-Letter-Verteiler von Torhaus-Coaching einträgt, erhält ihn automatisch, sobald er veröffentlicht ist. Bitte trage dich jetzt hier mit deiner eMail-Adresse ein und klicke auf „News-Letter abonnieren“.

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Bildnachweis: pixabay.com

2 comments to “Ist Coaching die etwas andere Art von Therapie?”
  1. Lieber Winfried,

    besonders gut gefällt mir an Deinem Artikel der Abschnitt über die „Begegnung auf Augenhöhe“ zwischen Coach und Coachee.

    Zum Einen kann ich das aus der Erfahrung unserer Coaching Sitzungen unterstreichen, dass bei mir niemals das Gefühl hoch kam, zu einem Therapeuten, Arzt oder „Guru“ hoch schauen zu müssen. Und das Gefühl ist angenehm: ich hab die Erfahrung, dass wir gemeinsam etwas Gutes für mich und mein zukünftiges Handeln herausbringen.
    Ich fühle mich abgeholt, da wo ich bin – im vertraulichen Gespräch.

    Zum Anderen ist das „Du“ dabei einfach selbstverständlich die richtige Umgangsform. Du bist in Deiner Befähigung als Coach natürlich weiter als ich. Du bringst den nötigen Überblick mit und kannst mir dadurch weiter helfen. Als Menschen sind wir aber gleich und keiner steht auf einer höheren Stufe als der Andere. So ist das „Du“ im Grunde die selbstverständliche Konsequenz. Und das beschränkt sich bestimmt nicht auf Persönlichkeitstraining. Zum Beispiel in meiner musikalischen Arbeit ist es selbstverständlich auch so, dass man sich so einfach näher begegnet.

    herzliche Grüße

    Felix

  2. Herzlichen Dank für Deine Zeilen, lieber Felix! Fein, wenn die Coachingsitzungen mit dieser Energie und Ausrichtung so klar bei Dir ankommen. Schließlich ist der Coachee der „Chef“! Allerdings vorübergehend ein wenig „auf der Suche“. Und bei der assistiert ihm der Coach mit seiner Kompetenz (und ein paar „Handwerkzeugen“ 😉 ). Mehr nicht – aber auch nicht weniger. Auf jeden Fall: Herzlichen Dank für die „Blumen“.

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