Wie wir uns bei der Partnerwahl selbst im Weg stehen

Datingportale boomen. Partneragenturen ebenso. Noch nie suchten so viele Menschen per Inserat in der analogen Welt oder im digitalen Netz nach einer festen Beziehung. Und das, obwohl Menschen des digitalen Zeitalters ihre Kontakte weltweit pflegen und grenzüberschreitend vernetzt sind wie niemals zuvor. Noch bis vor wenigen Jahrzenhnten trafen sich potentiell interessante Partnerschaftskandidaten überwiegend noch auf „offiziellen“ Veranstaltungen. Das waren Feste oder Feiern im öffentlichen Raum oder oft genug auch im Familienkreis. online-Coaching Torhaus Kotelow, Telefoncoaching, Einzelcoaching online, Gruppencoaching online, Wie wir uns bei der Partnerwahl selbst im Weg stehen, couple-47192_1280Erinnert sich noch jemand an Tanztee und Disco? Oder an die jährlich wiederkehrenden Familienfeiern, bevorzugt auch zu den ganz besonderen Anlässen wie Hochzeiten oder besondere Jubiläen?

Auch am Arbeitsplatz sind viele Beziehungen und Partnerschaften entstanden, die gar nicht so selten sogar ein Leben lang hielten. Ein Nachteil jener analogen Zeit war, dabei überwiegend Menschen aus dem familiären Umfeld oder eher aus der näheren oder weiteren Region kennen zu lernen. Im digitalen Zeitalter ist es einfach geworden, sich quasi weltweit mit anderen Menschen zu verbinden. Chatrooms, Foren, communities und nicht zuletzt der gesamte Bereich von social media erlauben schier grenzenlos, mit Menschen überall auf der Erde in Kontakt zu sein.

Je nach Ausrichtung der Plattformen können die Nutzer ziemlich viel über andere Teilnehmer, ihre Art und Einstellung zum Leben oder ihre Kompetenzen und skills erfahren. Hat das nun dazu beigetragen, das Grundbedürfnis der Menschen nach Verbundenheit und ihren Wunsch nach einer Beziehung einfacher und nachhaltiger zu erfüllen? Statistisch gesehen leben in Deutschland derzeit so viele Menschen wie noch nie allein. Etwa 41 % der Haushalte sind Einpersonenhaushalte. Ihre Zahl ist bei sinkender Bevölkerungszahl in den letzten 20 Jahren um ein Fünftel gestiegen.

Das steht durchaus im Widerspruch zu boomenden Datingportalen und dem sich darin ausdrückenden grundlegenden Bedürfnis von Menschen nach Verbundenheit und Beziehung. Und es wirft die Frage auf, ob und wie sich Menschen dabei vielleicht irgendwie selber im Weg stehen und sich die Verwirklichung ihrer (Wunsch-)Beziehung womöglich gar selber verbauen? Diese Frage hatte sich ein englisches Forschungsprojekt zur Aufgabe gestellt. Es wollte herausfinden, ob man bindungswillige und Partner suchende Menschen mit wissenschaftlichen Tests oder Methoden und objektiven Auswertungen wirksam bei der geeigneten Partnerwahl unterstützen könne.

Mit umfangreichen Fragebögen erstellte das Forscherteam detaillierte persönliche Profile für die Teilnehmer eines von einem Parterschaftsportal veranstalteten Speeddatings. Dazu wurden viele Fragen gestellt, um zusammenpassende Vorlieben und Abneigungen zu erkunden. Auch biometrische Daten von der Körpergröße und -form bis hin zur Ausprägung der Augen- und Gesichtspartien wurden erhoben, vermessen, fotografiert und digital ausgewertet.

Rechnergestützt sollte eine breite Datenbasis die möglichst günstigste Partnerkombinationen ermitteln. Man wollte den Teilnehmern über die ganz persönlichen Eindrücke beim Speeddating hinaus ja schließlich eine optimale Hilfestellung für ihre erfolgreiche Partnerwahl an die Hand geben.

Die Speeddatings fanden statt, ohne dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Ergebnisse des Forschungsteams der günstigsten Partnerkombinationen vorher kannten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mussten sich wie bisher auch auf ihr eigenes Empfinden verlassen und so entscheiden, ob sie ein Folgetreffen mit einem Datingkandidaten vereinbaren wollten. Von den am Ende des Speeddatings von den Teilnehmenden getroffenen neuen Verabredungen passte übrigens keine mit der prognostizierten günstigsten Partnerkombinationen des Forschungsteams zusammen.

online-Coaching Torhaus Kotelow, Telefoncoaching, Einzelcoaching online, Gruppencoaching online, Wie wir uns bei der Partnerwahl selbst im Weg stehen, couple-294135_1280Die beiden nach den Forschungsergebnissen optimal zusammenpassenden Partner waren nach Bekanntgabe der Ergebnisse neugierig und haben ein gemeinsames Treffen vereinbart. Es lief ganz gut, aber … keine weitere Verabredung folgte. Als entscheidenden Grund dafür nannte der männliche Kandidat, dass ihn die Kandidatin in unangenehmer Weise an eine Person aus früherer Zeit erinnert habe.

Wir notieren: wenn Beziehungen scheitern oder erst gar nicht zustande kommen, kann es daran liegen, dass einem Partner die eigene nicht aufgearbeitete Vergangenheit im Wege steht. Da kann sich selbst eine unter weitgehend objektivierter Sicht erstellte und als ideal geltende Paar-Beziehung einfach nicht entfalten. Schon gar nicht frei.

Ungute Assoziationen an Menschen aus der eigenen Vergangenheit werden dann – völlig unbewusst – einem/r potentiellen PartnerIn angelastet. Sie sind manchmal so stark, dass man ein/e PartnerIn aus diesem Grund nicht attraktiv findet, obwohl sie/er gar nichts dazu kann und absolut nichts damit zu tun hat.

Das heißt konkret: es gibt vermutlich sehr viel mehr zusammenpassende Partner als tatsächlich in gelebten Beziehungen zusammen finden. Paarbeziehungen kommen oft deshalb gar nicht erst nicht zusammen oder gehen sogar auseinander, weil unangenehme Erinnerungen im eigenen Leben nicht aufgearbeitet sind. Ganz schön tricky, unser Unterbewusstes! Auf der Suche nach einer glücklichen Paar-Beziehung macht also durchaus eine nicht bearbeitete eigene Vergangenheit ungewollt einsam.

Wenn Sie das Gefühl haben, das könnte irgendwie auch auf Ihre derzeitige Situation zutreffen, sei es nach einer gescheiterten Beziehung oder nach „Fehlgriffen“ bei Ihrer PertnerInnen-Suche, gibt es gute Nachrichten: dieses „Thema“ lässt sich in einem professionellen Coaching gut bearbeiten. Manchmal genügen schon wenige Sitzungen. Werden Sie also aktiv und holen Sie sich kompetente Hilfe. Damit Sie in der Liebe wieder das ersehnte Glück erleben.

Gern begleiten auch wir Sie kompetent und professionell mit einem auf diesen Themenkreis spezialisierten Torhaus-Caoching. Hier können Sie sich für ein kostenfreies Erstgespräch anmelden.

Hatten Sie beim Lesen dieser Gedanken einen „Aha-“ Effekt? Ist Ihnen Ähnliches auch schon passiert? Wie haben Sie das gemeistert? Was hat Ihnen geholfen, die Situation zu verändern? Teilen Sie gern Ihre Erfahrungen mit anderen Leserinnen und Lesern in einem Kommentar.

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