Vorratshaltung und Angst – Wie Krisenprävention auch das Gegenteil bewirken kann

 

online-Coaching Torhaus Kotelow, Telefoncoaching, Einzelcoaching online, Gruppencoaching online, Krisenprävention und Angst, money-73341Jüngst haben wir uns einen Video-Beitrag zum Thema Krisenprävention angesehen. Darin wurde darüber berichtet, wie sich Menschen auf immer häufiger herauf beschworene globale Krisensituationen wie Zusammenbruch des Finanzsystems und wachsende Kriegsgefahr vorbereiten. Natürlich, das Thema Vorratshaltung für einen Krisenfall ist wichtig.

Unsere Augen wurden immer größer als wir sahen, was die in dem Beitrag ausgewählten Zeitgenossen alles anstellten: Anlegen von privaten Vorratslagern an Lebensmitteln und Kleidung für mehrere Jahre (!) in Kellern und auf dem Dachboden an mehreren Orten bis hin zur Organisation von Gold- und Waffenverstecken im Garten. Erstaunlich, womit sie sich akribisch beschäftigen, falls der befürchtete Tag X eintritt, den sich die meisten ja gar nicht wünschen.

Dabei ist das Thema Vorsorgen für Menschen, die in ländlichen Regionen leben, gewiss kein Aufreger. Von je her sind sie Vorratshaltung gewohnt, weil die Versorgung in Geschäften teilweise mit langen Wegen verbunden ist und schon deshalb nicht täglich stattfindet. Auch gibt es gelegentlich Unterbrechungen der Versorgungswege, schon rein witterungsbedingt. Außerdem lieben es die „Landeier“ im Winter das Eingemachte aus dem eigenen Garten zu verzehren. Ein paar Tage ohne Verbindung zu Geschäften oder Versorgungsnachschub wäre für Stadtmenschen, die (fast) tägliche Einkaufsmöglichkeiten gewohnt sind, sicher eher ein Schreckens-Thema.

Das Interessante an dem Video: der Beitrag stammte aus dem Jahr 2012. Die dokumentierte Vorsorge ging von einem Szenario aus, wonach bereits spätestens im Jahr 2013 durch den Zusammenbruch des Euro zumindest europaweit eine existenzielle Krise eintreten werde und schnell rohe Gewalt regiert. Das ist – zum Glück – nicht passiert.

Was uns dabei auffiel: Wie viel Energie verpufft dabei für immer umfangreichere Vorbereitungen und Aktivitäten, die von tiefer Angst gesteuert erledigt werden für Ereignisse „des Ernstfalls“, die erst recht im erwarteten Zeitfenster gar nicht eingetreten sind?

Es ist bemerkenswert, welche fatale Langzeit-Wirkung medial gesteuerte tägliche Angst-Häppchen erzeugen. Wie sie Menschen beschäftigt und angebunden hält, so dass sie förmlich (unbewusst) darauf „warten“, dass tatsächlich irgend etwas passiert. Schließlich muss das Vorsorgen ja einen Sinn haben, der sich auch offenbart. Doch was, wenn plötzlich eine Katastrophe kommt, und du bist gerade weit weg von zu Hause und deinen so aufwändig angelegten Vorräten? Wie wäre es also damit: statt sich dauernd mit Verfallsdaten von Konserven zu beschäftigen, sich mental darin zu stärken, aus jeder Situation das bestmögliche zu machen? Was genau bringt Ihre persönliche Entwicklung voran oder nährt Ihre elementaren Bedürfnisse wie persönliches Wachstum und Verbundenheit in dieser „unsicheren“ Welt/Zeit?

Vielleicht wäre ja gerade das ein wirklich entscheidender Beitrag zu Vorbeugung und Vermeidung einer Krise, die die meisten Menschen ohnehin nicht wollen. Und: wem dient es letztlich, wenn wir Menschen durch Krisengerassel getrieben mit dem Anlegen von Lebensmittel- und sonstigen Vorratslagern beschäftigt werden statt mit uns selbst und in unserem direkten Umfeld ein friedliches Miteinander täglich neu zu schaffen und zu leben?

Wonline-Coaching Torhaus Kotelow, Telefoncoaching, Einzelcoaching online, Gruppencoaching online, Krisenprävention und Angst, euro-373008_1280ir haben uns nach dem Film die Frage gestellt: Was ist denn nun wirklich nötige Krisenvorsorge? Dazu gibt es verschiedene Empfehlungen, auch im Internet (z.B. http://krisenvorsorge-ratgeber.de/die-bundesregierung-rat; http://www.krisenvorsorge-zuhause.de u.v.m.). Worauf es im Ernstfall sicher ankommt: ein gewisser persönlicher Schutz und auch verschiedene Vorräte wie Lebensmittel und Wasser, um einige Zeit zu überbrücken, in denen die Versorgung mit Lebensmitteln nicht funktionieren könnte.

Mindestens ebenso wichtig scheint uns hier jedoch, auch schon vor Eintritt eines Krisenfalls ganz persönliche Haltungen und Einstellungen zu überprüfen und möglichst zukunftsweisend auszurichten. Dazu gehören für uns die Entwicklung und Stärkung elementarer Kompetenzen wie Kommunikation und Miteinander, Neugier und Flexibilität.

Das hilft sicher dabei, unter den wahrscheinlich völlig veränderten Bedingungen nach einer Katastrophe das eigene Leben wieder selbst verantwortet, selbstbewusst und in einem Miteinander neu zu organisieren. Ganz besonders jedoch wird es schon vorher dabei helfen, dem Entstehen einer Krise (auch im globalen Sinn) bestmöglich und nachhaltig vorzubeugen und zwar im unmittelbar eigenen Einflussbereich. Wo mutig verantwortliches Handeln stattfindet und konstruktives Miteinander das Leben der Menschen prägt, findet nach unserer Erfahrung die wirkungsvollste Krisenprävention statt.

Ob Sie auch diesen Punkt schon in Ihren persönlichen Notfallplan aufgenommen haben?

In den Torhaus-Coachings haben wir auch für Ihre bestehenden persönlichen Ängste Zeit und helfen Ihnen gern dabei, sie zu transformieren. Ängste haben für den Einzelnen eine bestimmte Warnfunktion. Sie wollen aufmerksam angeschaut und dann auch in kraftvolle Energie zum Wohl der Menschen gewandelt werden.

Unser Anliegen ist dabei Menschen darin zu befähigen, in einer immer bedrohlicher wirkenden Welt mit ihrer ganz persönlichen Situation souverän und gelassen umzugehen. Die Wandlung von Ängsten schafft die dafür benötigte innere Öffnung. So werden für Sie persönlicher Freiraum und kreativer Handlungsspielraum erkennbar und positive Lebensenergie freigesetzt. Das versetzt Sie in die Lage, wertvolle Möglichkeiten für Ihr eigenes Leben zu erkennen und wieder kraftvolle Entscheidungen zu treffen und umzusetzen.

Wollen Sie für sich ausprobieren, wie leicht das geht? Spüren, wie befreiend das wirkt? Hier vereinbaren Sie Ihren persönlichen Termin zu einem kostenfreien Willkommens-Kurz-Coaching.

Welche Ideen, Tips oder Fragen haben Sie zum Thema Krisenvorsorge? Teilen Sie Ihre Anregungen doch mit anderen Lesern in einem Kommentar.

Bildnachweis: www.pixabay.com

2 comments to “Vorratshaltung und Angst – Wie Krisenprävention auch das Gegenteil bewirken kann”
  1. Liebe Yvonne und Winfried,

    besten Dank für diesen wirklichen guten und wichtigen Beitrag!

    Von verschiedenen Seiten wurde ich manchmal angesprochen inwieweit ich denn schon vorgesorgt habe. Interessanterweise kamen diese Nachfragen aus dem Ausland (DK und CDN).

    Nun, es ist sicherlich gut, einen gewissen Grundvorrat zu haben, denn es könnte ja auch einmal ein harmloser aber nervender Schnupfen daher kommen und einem lahmlegen. Von daher werde ich immer ganz unruhig, wenn ich nicht genügend frisches Obst und Gemüse zu Hause habe.

    Jedoch mag ich mich nicht von Verschwörungstheorien beeinflussen lassen oder vermeintlichen anderen Szenarien.

    Wir selbst sind zum Glück (!!!!!!) nie durch wirkliche Krisenzeiten gegangen, es ist nur zu gut nachvollziehbar, daß Kriegs- und Nachkriegsgenerationen auf Dauer diese belastenden Gedanken haben. Aber wir jüngeren….

    Okay, Tschernobyl habe ich auch mitgemacht, da wurde es schon einem ein wenig mulmig!!!

    Aber achtsam sein: was steckt hinter diesen Ängsten wirklich dahinter??

    Was würde als schlimmstes passieren, wenn man nichts da hat?

    Wie wahrscheinlich ist es, daß etwas passiert? Würden wir danach noch leben?

    Also, welche Urängste stecken wirklich dahinter???

    Wo und in welchen Bereichen habe ich noch existentielle Ängste?? Arbeitsplatz? Gesundheit??

    Vielen Dank für die Anregung darüber einmal nachzudenken und ggf. nach Hilfe zu fragen.

    Beste Grüße aus Berlin

    • Vielen Dank für diesen lebhaften Beitrag nach Berlin, Canada und überhaupt… :-). Interessante Fragen, die Du darin aufwirfst und deren Beantwortung für Dich ganz persönlich eine Leitschnur zu erhöhter Eigenverantwortung sein kann. Denn in dem Wort Eigen-ver-Antwort-ung steckt ja schon drin, worum es geht: die eigenen Antworten zu geben auf die Fragen, die das Leben stellt. Sich bei den „brenzligen“ Themen wie Urängsten Hilfe für die Transformation zu holen, ist nur zu empfehlen. Geht schneller und fühlt sich dann auch weniger bedrohlich an. Schon allein deshalb, weil man/frau dabei eben nicht allein sondern zu zweit oder in einer geschützten Gruppe ist. Und da hat garantiert eine/r genügend Tücher für die Freudentränen dabei 😉

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